Die Geschichte der Bürgermusik Saalfelden - 1841 bis 1971

Die unzähligen Idealisten, die diesem wohl ältesten Saalfeldner Verein durch ihre aufopfernde, ideelle aber auch materielle Unterstützung zu dieser Erfolgsgeschichte (natürlich mit allen Höhen und Tiefen) verholfen haben, sollen auch in unserer jetzigen modernen Kommunikationswelt entsprechend dokumentiert und gewürdigt werden.

Viel Spaß bei der geschichtlichen Reise durch die vergangenen 170 Jahre!

  • Die Anfänge der Bürgermusik

    Die Anfänge der Bürgermusik

    Die älteste Eintragung nahm am 31.3.1841 der k.k. Pfleger Martin Zehrer vor, als er für das Einsagen zu 4 Musikproben und den Ankauf von Kerzen für das Probelokal verpflichtet wurde. Ein Beweis, dass in Saalfelden bereits vor über 170 Jahren ein „Musik-Verein“ bestand, der als Vorläufer der Bürgermusik anzusehen ist.

    32 Persönlichkeiten aus dem kulturellen und wirtschaftlichen Leben Saalfeldens sind als Gründungsmitglieder namentlich dokumentiert, die Kapelle bestand aus 18 Musikern, ausgerüstet mit Blech- und Saiteninstrumenten.
    Leider brechen dann die Aufzeichnungen plötzlich ab.
    Erst 17 Jahre später, also im Jahre 1858 berichtet ein anderer Chronist von einer Bürgermusik in Saalfelden. Anlass dazu war die Geburt des Kronprinzen Rudolf in Wien, welche in Saalfelden mit einem Festzug gefeiert wurde.

  • Das offizielle Gründungsjahr

    Veteranen Saalfelden
    Gründermusi

    Von 1872 bis heute lässt sich die Geschichte der Bürgermusik bis ins Detail verfolgen.
    In diesem Jahr 1872 kehrte der Schuhmachermeister Johann Pfeffer („Pflegerschuster Hansl“) vom Dienst bei der Militärmusik heim und gründete eine Blechmusikkapelle, die sich „Veteranenmusik“ nannte.
    Geprobt wurde in seinem „Lederhaustoni-Haus“, heute Lofererstr. 21.
    Erste Ausrückung war das Fronleichnamsfest in diesem Jahr.

     

    Ehrenurkunde Franz Müller
    Ehrenurkunde Franz Müller

    Es sind wieder 10 namhafte Saalfeldner als Gründungsmitglieder angeführt.
    Diese Kapelle leitete bis zu seinem Tod im Jahr 1881 der Gründer Johann Pfeffer, sein Nachfolger wurde Friedrich Oisternigg.
    Im Jahre 1874 wurde auf Initiative von Oberlehrer Müller eine zweite Kapelle gegründet.
    Aufgrund der Verbundenheit mehrer Persönlichkeiten in und um diese Kapelle zur Feuerwehr wurde diese eben „Feuerwehrmusik“ genannt.
    Es bestand dadurch eine gesunde, musikalische Konkurrenz.

     

     Am 19.10.1886 jedoch reichte der „Verein der Bürgermusik im Markte“ bei der Bezirksbehörde Statuten für eine aus Veteranenmusik und der Feuerwehrmusik vereinigte Bürgermusik Saalfelden ein.
    Im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhundert hatte Saalfelden demnach eine 40 Mann starke und gut geschulte Blechmusik.

    In der Zeit bis zum 1. Weltkrieg wurde die Kapelle nach Friedrich Oisternigg noch von Helmut Weissbacher, Johann Trigler und Eduard Wurzinger als Kapellmeister geleitet.
    Als Obmann ist in dieser Zeit vor Engelbert Embacher noch Bürgermeister Josef Eberhart dokumentiert.
    Der erste Weltkrieg unterbrach diese Aufwärtsentwicklung, viele Musikkameraden wurden zu den Waffen gerufen. Arthur Eder, Josef Heugenhauser, Johann Pflugbeil, Christian Salzmann und Peter Rieder kehrten nicht mehr heim.

    Am 24. März 1919 wurde im Proberaum Münchnerhof nach dem großen Krieg wieder das erste mal geprobt.
    Literatur:   Blut und Eisen    Der Kleine Korporal    Kastaldo   Edelweiß     Frohsinn auf der Alm    Die Bosniaken kommen
    Am 1. Juni 1919 fand am Josef Eberhart-Platz (Unterer Markt-Platz) das erste Platzkonzert mit der neu zusammengestellten Bürgermusik statt.

    Am 7.,8. August 1920 wurde ein großes Heimkehrerfest gefeiert.

    Am 28.,29. Mai 1921 Ausrückung zur "Volksabstimmungsfeier" zum Anschluss an Deutschland.

  • 50 Jahre Bürgermusik Saalfelden

    Bürgermusik Saalfelden

    Trotz dieser schweren Zeit (die Inflation war in vollem Gange) veranstaltete die Kapelle das wohl großartigste Fest, das Saalfelden bis anno dazumal erlebte.

    Der rührige Obmann Engelbert Embacher stellte mit seinem Ausschuss und allen Musikanten ein Fest auf die Beine, das aufgrund der damals schwierigen Zeit einfach als sensationell gesehen werden darf und daher auch hier eine entsprechende Ausführung erfahren soll.

     Festprogramm, 5. und 6. Aug.1922
    SA: 12 Uhr: Darbietung von 4 Märschen auf dem Kirchturm. Anschließend Empfang von 22 Gastkapellen am Bahnhof. 20Uhr30: Aufführung des Großen Zapfenstreiches durch die BM, anschließend Fackelzug durch den beflaggten, festlich geschmückten Markt, den Rest der Nacht wurde in allen Gastlokalen gespielt, getanzt, gesungen ... 
    SO 5Uhr: Weckruf durch Eisenbahner- (1901 gegründet) und Bürgermusikkapelle Saalfelden 10Uhr: Festmesse vor der Kirche, umrahmt von der Bürgermusik und der Liedertafel Saalfelden mit der eigens für diesen Anlass von Dr. Paumgartner komponierten „Saalfeldner Soldatenmesse“. Anschließend Probe der 560 anwesenden Musiker im Hof der Hauptschule für das Gemeinschaftsspiel. 14Uhr: Festumzug, angeführt von einem Herold, Fanfarenbläsern und einer Reitergruppe, gefolgt von 34 Festwagen mit Darbietungen des bäuerlichen und handwerklichen Lebens und 22 Musikkapellen. Der über 2 Kilometer lange Festzug wird von den unzähligen Zuschauern stürmisch gefeiert. Anschließend Festakt auf dem Festplatz in der Bürgerau mit Festansprachen, Gesamtspiel und anschließendem Preisspiel, bei dem in der Klasse A (Stadtmusikkapellen) die Postmusik Innsbruck und in der Klasse B (Landmusikkapellen) die Bürgermusik Zell am See als Sieger hervorgingen.
    Die Nachfeiern zu diesem Jubiläumsfest dauerten noch eine Woche lang ...
  • Die Bürgermusik veranstaltet zusätzlich zum Jubiläumsfest ein großes Preisranggeln – der Reinertrag wird der Errichtung des Kriegerdenkmals zur Verfügung gestellt.
    In diesen Jahren werden in vielen Gemeinden Kriegerdenkmäler enthüllt, die Bürgermusik umrahmt die Weihefeiern in Leogang, Maishofen und Saalfelden.

  • Großes Volkstanzfest mit 22 Vereinen aus verschiedenen Bundesländern – die Bürgermusik hilft überaus aktiv bei der Gestaltung mit.

    4., 5. August 1923:  Großes Musik- und Trachtenfest in Salzburg mit Wertungsspiel. Die Bürgermusik erreichte von 18 teilnehmenden Kapellen mit der „Zweikampf Ouvertüre“ den ausgezeichneten 2. Preis. Die Jury schrieb: Stimmung sehr gut, Zusammenspiel exakt, Vortragszeichen sehr gut beachtet.

  • 50-jähriges Bestandsjubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Saalfelden.
    Nach einer Missstimmung wird Georg Jochner, Fleischhauermeister, zum Obmann der Bürgermusik gewählt.

  • Bürgermusik Saalfelden 1926

    Schwerer Schlag für die Bürgermusik Saalfelden durch den Tod des erst 38-jährigen Kapellmeisters Albert Oisternigg.
    Diese große Lücke schien zunächst überhaupt nicht schließbar, bis Karl Obitsch, bisher Kapellmeister der Bundesbahnkapelle, die Leitung der Bürgermusik übernahm.
    Nun ging es wieder rasch aufwärts.
    Das Trachten- und Heimatfest sowie die 300 Jahr-Feier der Brauerei Blattl im Jahr 1929 wurden von einer voll einsatzfähigen Bürgermusik musikalisch umrahmt.
    Die Folgejahre waren durch Arbeitslosigkeit, politische Zerrissenheit, Weltwirtschaftskrise und Armut geprägt, die Feste wurden rar.

  • Am 24. August 1935 kam es zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Kapellmeister Karl Obitsch und dem inzwischen zum Obmann gewählten Bäckermeister Franz Liedl, in deren Folge Obitsch seine Kapellmeistertätigkeit beendete und weitere 13 Musiker mit ihm die Bürgermusik verließen.
    28 Musiker blieben jedoch dem Klangkörper treu, und Florian Pfannhauser sen. sprang erstmals als Kapellmeister in die Bresche. Unter seiner Führung rückte die Kapelle im Jahr 1935 62 mal aus und gab 11 Platzkonzerte.
    Im Jahr 1936 übernahm der Schulwart Christian Brandstätter die Leitung der Bürgermusik. Mit ihm kam ein großer Idealist und Könner ans Ruder.
    Die politisch und wirtschaftlich äußerst schwierige Zeit warf auch der Bürgermusik ihre negativen Schatten.
    Trotzdem rückte die Kapelle im Jahr 1937 88 mal aus und hielt 60 Proben ab.

  • Bürgermusik Saalfelden 1940

    Nach dem „Anschluss“ im März 1938 wurde die Musikkapelle sehr stark politisch eingesetzt, unzählige Fackelzüge, Zapfenstreiche, Gedenkfeiern, politische Kundgebungen,... machten das Jahr 1938 mit 160 Ausrückungen zu einem Rekordjahr.
    Mit ein Grund für diese Häufigkeit an Einsätzen war, dass die Bundesbahn-Musikkapelle aufgelöst wurde.
    Mit Ausbruch des 2. Weltkrieges 1939 begann auch für die Bürgermusik ein wahrer Existenzkampf.
    Es ehrt den damaligen Vorstand des Vereins, dass die Kapelle den ganzen Krieg über einsatzfähig war, einer gewissen Kirchenfeindlichkeit des Regimes trotzte und an der Gestaltung der traditionell religiösen Feiern festhielt.
    Der Abbau der Kapelle während des Krieges war erschütternd, von 17 Musikanten im Jahr 1944 waren 11 alte Männer und 6 Buben.
    Unbrauchbare Instrumente - teilweise mussten sie der Buntmetallsammlung geopfert werden - allgemeine Not und Elend trugen das Ihrige bei.
    Doch Kapellmeister Brandstätter und mit ihm Obmann Liedl sowie Georg Eckinger (Klarinettist und Stabträger) hielten mit einer Zähigkeit sondergleichen die Reste der Musik zusammen.
    Im Jahr 1946 zählte die Kapelle wieder 27 aktive Musikanten.
    Leider kehrten die fünf Musikkameraden Karl Schröck, Franz Schwaiger, Adolf Messner, Alois Hirschbichler und Mariacher von diesem schrecklichen Krieg nicht mehr heim.

  • 75 Jahre Bürgermusik Saalfelden

    Aufgrund großer Not und Elend in den Nachkriegsjahren musste zum 75 Jahr Jubiläum weitgehend auf Aktivitäten verzichtet werden.

  • Kapellmeister Christian Brandstätter muss aus gesundheitlichen Gründen den Taktstock an Leo Ertl übergeben.

    17.5.1948  Foto rechts:  Die Bürgermusik und ein paar Mitglieder der ehem. Harhamermusi vereint

    16.10.1948  Musikfest in Fieberbrunn oder 31.7.1949 (1000 Jahre Fieberbrunn).

    25.7.1949  Ein großer Idealist ist gestorben, Kpm. Christian Brandstätter wird zu Grabe getragen.

    Das Jahr 1950 brachte bei der 79. Jahreshauptversammlung einen Wechsel an der Vereinsspitze.
    Franz Liedl übergab nach 18jähriger Obmannschaft dieses Amt an Altbürgermeister Raimund Rohrmoser. Die Stelle des Vizeobmannes übernahm Norbert Etzer vom altgedienten Musikanten Georg Eckinger. Adam Keil wurde Kassier, Hans Blatzer Schriftführer.

    9.4.1950  Osterkonzert am Florianiplatz

    Die erste große Tat des neuen Vereinsvorstandes folgte noch in diesem Jahr.
    Beim Saalfeldner Heimattag im Rahmen der Freilichtaufführung des Dramas „Wilhelm Tell“ von Friedrich Schiller am 11.Juni 1950 konnte mit 42 neuen, stilechten Pinzgauer Trachten ausgerückt werden.
    Dies wurde u. a. durch die große Spendenfreudigkeit der Saalfeldner Bevölkerung ermöglicht. Diese fesche Tracht mit Lederhosen und den schönen, federkiel- gestickten Ranzen ist zwar nicht billig, soll aber in dieser Art unbedingt erhalten bleiben.
    Eine kleine Änderung gab es Anfang der 70er Jahre, als der violette "Selbstbinder" durch ein rosa Mascherl ersetzt wurde.

    Die Bürgermusik wird in den Nachkriegsjahren für zahlreiche Kriegerdenkmalenthüllungen engagiert, so z.B. am 16.7.1950 in Stuhlfelden.

  • 2.2.1951 Mitwirkung bei der Sendung "Hereinspaziert" bei Radio Rot Weiß Rot Salzburg.
    Am 27.4.1952 dirigierte Kapellmeister Leo Ertl in Saalfelden sein letztes Konzert. Sein Nachfolger wurde Gottfried Plohovich.

    50 Jahre Riemannhaus  Tegernsee   Tegernsee

    50 Jahre Riemannhaus,                 Bürgermusik in Tegernsee

  • 9.5.1953 Gründungsversammlung des Pinzgauer Blasmusikverbandes in Saalfelden, die Bürgermusik konzertiert.

    31.5.1953 Wertungsspiel in der Getreidehalle in Saalfelden. Die Kapelle erreicht mit der Ouvertüre "Orpheus in der Unterwelt" einen 3. Platz von 8 teilnehmenden Kapellen.

    15.5.1955  Konzert anlässlich der Unterzeichnung des Staatsvertrages.
    Kaum war die Tracht erneuert, wurde das nächste große, dringende Projekt angegangen: Neuinstrumentierung, Umstieg auf sogenannte Normalstimmung. Die zur damaligen Zeit riesige Summe von 85.000 Schilling konnte durch Erschließung aller möglichen Geldquellen aufgetrieben werden.

    Am 5.6.1955 konnte die Bürgermusik mit 5 Gastkapellen das Fest der Instrumentenweihe feiern.

    1.7.1956   10 Musikkapellen sind anwesend, um mit der Bürgermusik das 85-jährige Bestehen gebührend zu feiern.

    9.10.1960 Mitwirkung der Musikkapelle bei der Filmaufnahme "DAS VATERHAUS" am Ritzensee.

    Unter Kapellmeister Plohovich bestand die Bürgermusik vor allem zwei ehrenvolle Aufgaben:

    Delegierung vom Salzburger Blasmusikverband zum ersten Südtiroler Landesmusikfest in Meran im Jahr 1957.

    Teilnahme am Blasmusikwettbewerb des österreichischen Rundfunks in Innsbruck am 14. April 1961.
    Bei diesem Bundeswettbewerb hat die Bürgermusik in ihrer Klasse einen 1. Rang mit Auszeichnung mit der von Kapellmeister Plohovich komponierten Ouvertüre „Feste in Valencia“ erreicht. Mit dieser Komposition und dem erspielten Erfolg konnten Plohovich - mit tatkräftiger Unterstützung durch Ertl - und die Kapelle einen viel beachteten Meilenstein in der Geschichte der Bürgermusik setzen.

  • Nach seiner letzten Probe mit der Bürgermusik am 22.6.1962 übergab Gottfried Plohovich nach 10jähriger Tätigkeit die Leitung der Kapelle an Hans Hirschbichler.

    Am 7.und 8.Juli 1962 findet in Saalfelden das Bezirksmusikfest verbunden mit dem 90 Jahr Jubiläum der Bürgermusik statt.
    14 Kapellen nehmen teil; Nach einem Weckruf folgen Festmesse, Festumzug, Gemeinschaftsspiel, Gastkonzerte. Die Bürgermusik stellt in der Bürgerau ein Festzelt auf und übernimmt den Ausschank, ein voller Erfolg.

    1965: Norbert Etzer sen, übernimmt von Raimund Rohrmoser die Obmannschaft,
    Das Osterkonzert 1965 wird aufgrund der herrschenden Unruhe in der Bevölkerung Saalfeldens wegen eines noch nicht gefassten Brandstifters abgesagt.

    10.4.1966 Osterkonzert: Es spielt erstmals ein Mädchen bei der Bürgermusik, nämlich die Tochter des Kapellmeisters, Lisbeth Hirschbichler, als Flötistin.
    Mädchen bzw. Frauen fix in die Kapelle aufgenommen werden erst später - ab 1984.

    Bei der jährlichen Sammlung wurden am 1. Mai 1966 das erste mal auch die ländlichen Gebiete Saalfeldens "beglückt".
    10.11.1966 Letzte Probe unter der Leitung von Hans Hirschbichler, er ist mit der Leistung der Musikanten bei der Probe gar nicht einverstanden, von Ratschlägen der Musikanten, wie man es besser einüben kann, will er schon gar nichts wissen und verlässt vorzeitig das Probelokal.
    Von 1962 bis 1966 dirigierte Hans Hirschbichler erfolgreich die Kapelle.

    Im Jahr 1967 übernahm Sepp Riedmann, Kapellmeister von Zell am See einige Proben und Konzerte, bis schließlich am 15. Juli 1967 Sepp Seidl die Kapellmeisterstelle einnimmt.
    Mit Sepp Seidl, der seine Wurzeln in der Bürgermusik Saalfelden hat, kam ein ausgebildeter Musiker, der aber nicht nur sein Können, sondern auch eine tüchtige Portion Idealismus mitbrachte, musste er doch zu allen Proben und Konzerten von Salzburg nach Saalfelden fahren.

    Bei der Jahreshauptversammlung am 19.1.1969 wurde beschlossen, dass in Zukunft bei Begräbnissen grundsätzlich nur mehr mit einem Bläserquartett ausgerückt wird (Ausnahmen werden genau definiert und niedergeschrieben). Der Grund dieser Maßnahme ist, dass es immer schwieriger wird, eine spielfähige Besetzung der ganzen Kapelle zusammenzubringen.

    Am 9. September 1969 übernimmt der Hauptschullehrer Hans Herzog die musikalische Leitung der Bürgermusik Saalfelden.

    Eines der großen Anliegen der Kapelle war die Errichtung eines entsprechenden Probelokals.
    Von 1930 bis 1969 stellte die Fam. Blattl dankenswerterweise einen Raum im Hinterhof des Gasthauses Unterbräu als Proberaum zur Verfügung. Auch ein Fass Bier für jede Probe wurde von der Brauerei gespendet. Die Räumlichkeit war aber zu klein, feucht, akustisch schlecht, und so war ein neues Probelokal unumgänglich.
    Am 19.Dez.1969 war es dann das schönste Weihnachtsgeschenk für alle Musikanten (die auch kräftig beim Bau mit anpackten), das neue Probelokal beim Gemeindebauhof konnte eingeweiht werden.

  • 1.5.1970  Beim Gruß zum 1. Mai (Sammlung) wird das erste mal die Kapelle geteilt.
    28.6.1970  Großer Festumzug zum Gründungsfest der Historischen Schützenkompanie Saalfelden.
    27.6.1971  Großer Festumzug als Abschluß der "Saalfeldner Woche", großartig organisiert von der Schützenkompanie.


    Zusammenfassung bzw. Aufbereitung dieser
    Web-Seiten durch Lois Kupfner, 
    basierend
    auf den Aufzeichnungen der verschiedenen
    Chronisten im Laufe der Jahrzehnte.